Die Qualitätsmedien kreischen doch immer „Hetze“, wenn jemand kritisch über die Migrantenkriminalität schreibt oder redet. Was ist das denn hier? Hier wird nicht nur eine üble Hetzkampagne gegen Tönnies und Schalke 04 geritten, sondern auch noch verklausuliert zu Fanprotesten beim ersten Heimspiel aufgerufen.

Unter der Überschrift „Geht´s noch erbärmlicher, Schalke 04?“ schreibt ein gewisser Gottschalk bei web.de (Springer) folgendes:

Kurz nach elf verließ Clemens Tönnies gestern Abend auf dem Beifahrersitz seiner Mercedes-Limousine das Schalke-Gelände. Fotos zeigen ihn, wie er gebannt die Nachrichten auf seinem Handy checkt. Er sieht müde aus. Eine Kolumne von Pit Gottschalk, Sportjournalist, Kolumnist

Vier Stunden lang hatte er vor dem Ehrenrat des FC Schalke gekämpft. Seine Ämter im Verein darf er behalten. Aber um welchen Preis?

Am Ende steht ein fauler Kompromiss. Der Ehrenrat des FC Schalke verurteilt zwar die rassistischen Äußerungen, die Tönnies beim Handwerker-Tag in Paderborn getätigt hat.

Aber seine Posten im Aufsichtsrat verliert der Vorsitzende des Aufsichtsrats nicht. Er selbst lässt die Ämter für drei Monate ruhen. Im Spätherbst will Clemens Tönnies zurück sein.

Schalkes Ehrenrat gibt Tönnies Pfötchen

Lächerlicher kann sich ein Profiklub nicht darstellen. Der Ehrenrat gibt Clemens Tönnies Pfötchen.

Den fünf Mitgliedern (eine Frau und vier Männer) reichten das Bedauern des Klubchefs und die Fürsprache von Trainer-Legenden wie Otto Rehhagel und Huub Stevens, um die vierstündige Krisensitzung mit einem Freispruch zweiter Klasse zu beenden. Huub Stevens verteidigt Tönnies Auch Sigmar Gabriel und Otto Rehhagel stehen hinter Schalke-Boss.

Obwohl der Ehrenrat einen Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot erkennt, das in der Satzung und im Leitbild des Vereins verankert ist, reichte der Mumm des Gremiums nicht zu schärferen Maßnahmen.

Die Begründung versteht keiner: Ja, Tönnies habe seine Pflicht als Aufsichtsratsvorsitzender verletzt – aber der Vorwurf des Rassismus sei „unbegründet“.

Der Fleischfabrikant hatte am Donnerstag beim „Tag des Handwerks“ in Paderborn vorgeschlagen, jährlich 20 Kraftwerke in Afrika zu finanzieren.

Seine skandalöse Begründung laut „Neue Westfälische“: „Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel wird, Kinder zu produzieren.“

Das letzte Wort ist nicht gesprochen

Seit Tagen protestierte die Öffentlichkeit gegen Tönnies: Seine Aussagen seien mit den Werten des Vereinsfußballs nicht zu vereinbaren. Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah zeigte sich „geschockt“ und „verletzt“.

Sogar Bundesliga-Präsident Reinhard Rauball, ein Jurist, tadelte Tönnies öffentlich. Sowas passiert nur, wenn der Vorwurf durchaus begründet ist.

Das letzte Wort ist deshalb nicht gesprochen. Am 15. August beschäftigt sich die Ethikkommission des DFB mit dem Fall Tönnies.

Nicht auszuschließen ist, dass es beim ersten Bundesliga-Heimspiel am 24. August (gegen Bayern München) zu Fanprotesten kommt. Längst steht mehr auf dem Spiel als die Tönnies-Zukunft auf Schalke.

Wie will der DFB jemals wieder eine Kampagne gegen Ausländerfeindlichkeit glaubwürdig starten, wenn einer der höchsten Liga-Repräsentanten ungesühnt dummes Zeug erzählen darf?

Wie will der DFB Schmähungen auf den Rängen ahnden, wenn eine mittelmäßig formulierte Entschuldigung reicht, um schadlos aus der Sache herauszukommen?

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