Ein klassisches Beispiel wie in der „SZ“ agitiert wird: Statt die Effizienz der österreichischen Abschiebepraxis zu loben, schreibt der unsägliche Heribert Prantl eine Schmonzette über einen Fachanwalt, der angeblich an der Österreichischen Justiz verzweifelt, weil seine Einsprüche gegen Abschiebebescheide alle abgewiesen werden

Foto: dpa. Abschiebeflug nach Afghanistan: Polizeibeamte begleiten einen Afghanen in ein Charterflugzeug.

Fakt scheint zu sein, dass der Grazer Rechtsanwalt Ronald Frühwirth immer wieder mit Einsprüchen gegen Abschiebebeschlüsse gescheitert ist. Statt nun die qualifizierte Entscheidungsfindung der ersten Instanz zu loben, die von den Höhergerichten bestätigt wurde, sucht sich Prantl geschickt einen Anwalt, der offensichtlich den Bettel hingeschmissen hat, weil er diese unangreifbare Quelität des österreichsichen Rechtssystems erkannt hat.
Doch statt das anzuerkennen, fabuliert Prantl etwas von dem schweren Schicksal dieses Anwalts, der wegen der von Prantl zwischen den Zeilen unterstellten Ungerechtigkeit der Österreichischen Gerichte in der Behandlung von Asylbewerbern seine Kanzlei schließen musste.
Das ist Schmierentheater und Propaganda in ihrer widerlichsten, aber sehr effizienten Form, weil sie an das Mit- und Solidaritätsgefühl der Leser für einen von Prantl erfundenen „Helden des Alltags“ appelliert, der angeblich an einem ungerechten System gescheitert ist.

https://www.sueddeutsche.de/politik/prantl-migration-rechtsstaat-fluechtlinge-1.4567537-0


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