Die Grünen beschließen das Aus für einen Teil des Märchenwalds der Brüder Grimm. Die Verträge zwischen den Bauherren und den ausführenden Unternehmen sind geschlossen, nächstes Jahr werden 120.000 Bäume im Reinhardswald abgeholzt. Sie müssen Platz machen für 20 Windkraftanlagen. Abgesegnet von der hessischen grünen Umweltministerin. Obwohl Wissenschaftler davon ausgehen, dass Windkraftanlagen für eine Klimaveränderung sorgen und für die Austrocknung der Böden verantwortlich sind.

Große Windfarmen verändern das lokale Klima

Turbulenzen durch die Rotoren führen zu höheren Nachttemperaturen

Große Windkraftanlagen verändern das Klima in ihrer Umgebung: Vor allem in der Nacht ist es über und in den Windfarmen deutlich wärmer als auf weiter entfernten Flächen. Das haben US-amerikanische Forscher mit Hilfe von Satellitendaten festgestellt. Auf dem Gebiet der Windfarmen seien die Temperaturen in den letzten zehn Jahren um bis zu 0,72 Grad Celsius stärker angestiegen als auf nicht mit Anlagen bebauten Flächen. Vermutlich seien die von den Rotoren erzeugten Turbulenzen und Veränderungen der Windgeschwindigkeit für diesen Effekt verantwortlich, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin „Nature Climate Change“.

Windkraftanlagen gelten als eine der Energien der Zukunft, ihre Zahl nimmt weltweit stark zu. Doch obwohl diese Anlagen keine Treibhausgas-Emissionen ausstoßen und daher als klimaschonende Alternative zu fossilen Brennstoffen gelten, können auch sie das Klima beeinflussen: „Während sie die kinetische Energie des Windes in elektrische Energie umwandeln, verändern die Windturbinen den Austausch von Feuchtigkeit, Energie und Luftmassen in den bodennahen Luftschichten“, erklären Liming Zhou von der State University of New York in Albany und seine Kollegen.

Welchen konkreten Effekt diese Veränderungen auf das Klima haben, sei bisher aber nur theoretisch berechnet worden, nicht direkt beobachtet, sagen die Forscher. Jetzt habe man erstmals konkrete Daten dazu geliefert. Das sei wichtig, um zukünftige Effekte der wachsenden Windparks auf das Klima vorhersagen zu können.

Satellitendaten zeigen Temperaturunterschiede

Für ihre Studie hatten die Forscher Satellitendaten zur Temperatur der Landoberfläche für ein Gebiet im Westen des US-Bundesstaats Texas ausgewertet. In diesem Gebiet wurden ab 2005 mehrere große Windfarmen errichtet. Die Wissenschaftler verglichen die Temperaturdaten für die drei Jahre vor Baubeginn mit denen nach Bauabschluss von 2009 bis 2011. Generelle Erwärmungstrends und jährliche Temperaturschwankungen wurden dabei herausgerechnet. Zusätzlich verglichen sie die Temperaturentwicklung zwischen den Landflächen mit Windanlagen und denen ohne.

Unterschiede der per Satellitendaten ermittelten Sommertemperaturen auf Flächen in West-Texas vor dem Bau von Windanlagen im Jahr 2003 und nach dem Bau im Jahr 2010; rot zeigt eine Erwärmung an, blau eine Abkühlung, die Rauten kennzeichnen Gebiete mit mindestens einer Windanlage. © Liming Zhou

Die Flächen mit Windrädern seien in beiden Auswertungsformen deutlich wärmer gewesen als Gebiete ohne Windanlagen, sagen die Forscher. Der wärmende Effekt habe sich auch noch in den Gebieten gezeigt, die in Windrichtung unmittelbar hinter den Anlagen lagen. Am stärksten ausgeprägt seien die klimatischen Unterschiede zur Umgebung nachts.

Starke Indizien für einen ursächlichen Zusammenhang

„Die starke räumliche Übereinstimmung zwischen den Windfarmen und den warmen Gebieten deutet auf einen ursächlichen Zusammenhang hin“, konstatieren die Forscher. Die untersuchten Gebiete hätten sich weder im Pflanzenbewuchs noch in der Landschaftsform stark unterschieden.

Höchstwahrscheinlich veränderten die Windkraftanlagen die atmosphärische Grenzschicht, vermuten die Forscher. In diesem bodennahen Bereich der Atmosphäre werden die Luftströmungen durch Erhebungen der Landschaft und die Wärmeabstrahlung des Untergrunds beeinflusst. Das Kreisen der Rotoren verwirbelt die Luft und macht die nachts normalerweise nur dünne und stabile Grenzschicht dicker. Das hemme die Abkühlung des Bodens und führe zu seiner Austrocknung, sagen Zhou und seine Kollegen. (Nature Climate Change, 2012; doi: 10.1038/nclimate1505)
https://www.scinexx.de/news/geowissen/grosse-windfarmen-veraendern-das-lokale-klima/
Es ist nicht zu fassen, was diese „Umweltschutzpartei“ anrichtet, wenn sie in der Regierung ist: Abholzung im Reinhardswald soll nach Willen der Grünen 2020 beginnen.
https://wordpress.com/block-editor/post/uwewoitzig.wordpress.com/2870

6 Kommentare

  1. Und wenn alle so weiter pforzen verändert auch das unser Klima, sorry.
    Aber der Mensch verändert nun mal mit 8 Milliarden Individuen das Klima eines Planeten!
    Läßt euch doch von den Extremen dieser Welt ermorden, dann wird es wieder besser… 😜

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  2. das ist wieder ein typisch populistischer Artikel über das Vermeintliche Abholzen des Reinhardswaldes.

    𝟭𝟮𝟬.𝟬𝟬𝟬 Bäume werden gefällt!!!! Der Reinhardswald bedeckt eine Fläche von 200km², darin stehen etwa 𝟮𝟱𝟬 𝗠𝗶𝗹𝗹𝗶𝗼𝗻𝗲𝗻 Bäume (geht man vom durchschnittlichen Verbrauch eines 80jährigen Buchenbaumes von 160m² aus), das sind 𝟬,𝟬𝟰𝟴%! Was soll man dazu sagen?

    Wie kann ein verantwortundgsvoller Autor bei diesem Sachverhalt einen Artikel mit obiger Aussage betiteln? 𝗟𝗘𝗨𝗧𝗘 – 𝗗𝗘𝗡𝗞𝗧 𝗡𝗔𝗖𝗛 bei dem was ihr oberflächlich lest und dann öffentlich vervielfältigt!

    Windkrafträder verändern das Klima, Kohlekraftwerke nicht? Windkraftwerke erhöhen die Temperatur über den Landflächen, Atomkraftwerke nicht? Alles was der Mensch an Energie gewinnt verändert selbstverständlich das Klima! Die Frage ist nur was ist schlimmer, welche Auswirkungen haben die größeren Folgen? Die Atomenergie ist hoch riskant, Erbgut schädigend und tödlich für jedes Leben. Das Verbrennen der Biomasse aus den Urwäldern der Erdvergangenheit setzt so viel Kohlendioxid frei, dass es nicht von den wenigen, jetzt noch vorhandenen Pflanzen, durch Sonnenlicht wieder in Sauerstoff umgewandelt werden kann, denn die ehemaligen Urwälder die die Photosynthese vollziehen könnten, sind größtenteils weg. Es verändert also sehr schnell die Zusammensetzung der Erdatmosphäre und bewirkt u.a., dass die Sonnenwärme die Erde nicht mehr verlassen kann – das ist eine globale Wirkung! Dagegen verändern die Windkrafträder maximal das lokale Kleinklima.

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    1. Und dennoch reden Sie den Waldzerstörern das Wort. Sehr seltsam.
      Aber mal als Denkanstoß:
      EINE 150-jährige Buche (oder Eiche….) verarbeitet PRO TAG etwa 25 kg CO2 zu soviel Sauerstoff, wie 24 Menschen am Tag benötigen.
      Und nun rechnen Sie mal hoch! Bei 100000 Bäumen wären das PRO TAG 2500 TONNEN CO2, die abgebaut würden. Und SAUERSTOFF FÜR CA. 2.4 MILLIONEN MENSCHEN würde produziert! TÄGLICH!!!!!
      Was soll das Gewäsch über „nur ganz geringe Flächen“, die abgeholzt würden. Jeder große Baum sollte unter Schutz gestellt werden. Er hat 100 oder mehr Jahre gebraucht um zu dieser Größe und Leistungsfähigkeit zu wachsen. Und Sie und Ihresgleichen finden es in Ordnung, ihn und zig-tausende weitere Bäume, dem Windkraftwahn zu opfern! Windräder produzieren weder O2 noch binden Sie CO2. Es ist eine Schande, aber eigentlich auch nicht überraschend, dass eine grüne Umweltministerin diesen Irrsinn genehmigt. Es geht hier um Geld und nicht um Bürgerinteressen. Sonst hätten sich nicht alle beteiligten Entscheidungsträger über alle Proteste, Einwände und fundierten Gegenargumente hinweggesetzt. Musterbeispiel für Anti-Demokratie, Inkompetenz und Mainstreamhysterie. Erstaunlich nur, dass die Herrschaften von der Deutschen, sogenannten, Umwelthilfe, die immerhin maßgeblich an der Demontage der deutschen Autoindustrie beteiligt waren (Feinstaub, CO2),die zumindest an diesem Standort äußerst fragwürdige Energieerzeugung für wichtiger erachten als den CO2- Abbau, die Bereitstellung von Sauerstoff und das Filtern der Luft ( ja auch das tun unsere Bäume!). Hier könnten sie ihren , offensichtlich aber an bestimmte politische Vorgaben gebundenen, Einfluss nutzbringend geltend machen!

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